Einhandtörn

Das Revier der Kroatischen Adria eignet sich vorzüglich für einen Einhandtörn, weil die Distanzen zwischen den möglichen Liegeplätzen keine Nachttörns erfordern und auch wegen der großen Anzahl von Marinas, Häfen und Buchten mit und ohne Festmachebojen. Ich bin mehrmals wochenlang allein unterwegs gewesen (z.B. von Cres bis Dubrovnik).

Es gibt allerdings einige wenige "Spielregeln", die man nie außer Acht lassen sollte:

  1. Das wichtigste Requisit ist der Autopilot. Dadurch kann man sich auf und im Schiff frei bewegen und hat alle Freiheiten, die man sich auf einem Einhandtörn wünscht.
  2. Man trägt immer ein Lifebelt, eine Schwimmweste habe ich nie angelegt, wie manchmal für "Single hand" gefordert wird.
  3. An beiden Seiten des Decks wird ein dickes Ende gespannt, in das man die Lifebeltleine ganz einfach einklinkt, wenn man das Cockpit verlässt.
  4. Und natürlich heißt jetzt die Grundregel noch konsequenter: lieber einmal zu früh gerefft... Rollgenua und Rollgroß sind einfach ideal fürs Alleinsegeln.

Viele Sicherheitsmaßnahmen wären vielleicht gar nicht notwendig, wenn da nicht die Bora wäre, der Wind, der wirklich von einem Moment zum anderen einfallen kann und zwar mit solch einer Wucht, dass dann keine Zeit mehr bleibt, all die Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Glauben Sie mir bitte, wenn Sie die Adria nicht genau kennen.

Übrigens: Fluchthäfen bei allen Starkwinden für alle Revierabschnitte finden Sie in meinem Revierführer »

Das Anlegen oder Festmachen als Single-Hand-Segler ist in der Adria auch kein Problem, selbst bei starken Winden: In den gut eingerichteten Marinas hat man immer die Hilfe der Marineros, die Ihnen auch den Platz zuweisen, und in viele Buchten gibt es jetzt für das sichere Liegen - auch bei Bora und anderen Starkwinden – Festmachebojen. Wie Sie allein sehr elegant an die Boje heranfahren und die Belegleine befestigen können, erfahren Sie bei Bojenmanöver »